Unsere Bilanz 2013-2018

Wir ziehen Bilanz – Die Jahre 2013 – 2018

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

im Rückblick kommt es einem vor, als wären die Jahre 2013 bis 2018 wie im Fluge vergangen.  Im Mai steht nun wieder die Kommunalwahl vor der Tür. Dies ist also ein guter Zeitpunkt um einmal Revue passieren zu lassen, was sich in den letzten 5 Jahren in unserer Gemeinde so alles getan hat. Was wurde geschafft? Was ist noch im Werden?

 

Kindergarten

Im Kindergarten hat sich an den Räumlichkeiten nur wenig verändert. Ein Raum, der mal der Grundschule, mal der Kita zugeordnet war, ist jetzt dauerhaft bei der Kita und dient als 6ter Gruppenraum.  Die Erweiterung von 5 auf 6 Gruppenräume erfolgte, um mehr Krippenplätze anbieten zu können. Auch bei den Betreuungszeiten haben wir uns den geänderten Bedarfen der Eltern angepaßt. War früher eine Betreuung von 8:00 bis 12:00 Uhr Standard, so ist der Bedarf heute ein anderer. Die letzte 12:00 Uhr Gruppe wurde mittlerweile in eine 14:00 Uhr Gruppe gewandelt, eine Betreuung bis 17:00 Uhr wird mittlerweile in 2 Gruppen angeboten. Das Angebot auf den Bedarf der Eltern abzustimmen wird auch in Zukunft Aufgabe der Gemeinde sein und in enger Zusammenarbeit mit der KiTa Leitung erfolgen.

 

Grundschule

Auch die Grundschule ist im ständigen Wandel. Die Schulleitung hat gewechselt und nach einem Jahr der kommissarischen Leitung haben wir im Jahr 2016 eine neue Schulleiterin bekommen, die sich gut eingelebt hat. Aktuell haben wir knapp 100 Schüler in der Grundschule. Großen Klassen stehen 2 Klassenräume zur Verfügung, damit sie in einigen Fächern aufgeteilt auf 2 Gruppen unterrichtet werden können.

Aber nicht nur Lehrer und Schüler machen unsere Grundschule zu einem guten Ort zum Lernen. Eine Schulsozialarbeiterin und eine Schulassistenz sind mittlerweile fester Bestandteil des Teams und helfen den Kindern bei Problemen und / oder Konflikten.

Auch in Bezug auf die Ausstattung ist unsere Grundschule im Wandel. Letztes Jahr haben wir den ersten Klassenraum neu möbliert – mit einem Möbelsystem, das sehr variabel ist und sich leicht zu Kleingruppen umgruppieren lässt. Die erste digitale Tafel wurde angeschafft.

Wenn man die Tafel zuklappt, kann man auf ihr ganz normal schreiben – so wie früher. Klappt man sie aber auf, kommt ein großer Touchscreen zum Vorschein. So kann auch ganz gezielt mit Hilfe der Neuen Medien gearbeitet werden. Der Unterricht lässt sich dadurch insgesamt vielseitiger und interessanter gestalten.

Unsere Schule hat ein Medienkonzept erarbeitet, um die Arbeit mit den neuen Medien sinnvoll und dosiert in den Unterricht zu integrieren.

Auf diesem Weg will die Gemeinde zusammen mit der Schule weitergehen. In den kommenden Jahren soll jedes Jahr 1 Klassenraum auf diese Weise neu ausgestattet werden.

 

Betreute Grundschule

Die Betreuung in der Grundschule, die vom Schulverein angeboten wird, hat den veränderten Bedarf in Bezug auf Betreuungszeiten am stärksten zu spüren bekommen.

Wurde das Betreuungsangebot am Nachmittag vor 10 Jahre von ca. 10-15% der Grundschüler genutzt, so liegt die Quote heute bei 60% Tendenz steigen. Das hat Folgen. Es wurde eng und immer enger. Die Betreuung braucht dringend zusätzliche Räumlichkeiten. Derzeit konnten wir nur provisorische Zwischenlösungen finden. Das Grundproblem besteht und wird mit jedem Jahr drängender. Eine wirkliche Lösung wird nur über mehr Räume für die Betreuung möglich sein. Um die bauen zu können, sind wir derzeit dabei, die Grundlage zu schaffen. Der lange Weg über Dorfentwicklungskonzept und Machbarkeitsstudie ist leider nötig, um am Ende für ein Bauvorhaben Förderanträge stellen zu können. Hier sind wir dran.

Die Raumnot ist uns sehr bewußt und wir setzen uns hier für eine gute Lösung ein.

 

Treffpunkt für Jugendliche

In der Umgebung der Skaterbahn – die als 1. Teilstück eines Treffpunkts für Jugendliche  gedacht war – hat sich in den vergangenen 5 Jahren kaum etwas getan. Nicht weil wir nicht wollten, sondern weil der Zeitpunkt nicht sinnvoll gewesen wäre. Warum? Das erfahren sie im nächsten Punkt.

 

Aktiv Region und Dorfentwicklungskonzept

2014 ist die Gemeinde Mitglied der Aktivregion Marsch und Geest geworden. Bei einem Strategieworkshop im Jahr 2014 haben wir erkannt was für Fördermöglichkeiten sich aus dieser Mitgliedschaft für unsere Gemeinde ergeben können. In der Gemeinde bestehen viele Wünsche, die im Grunde alle eines gemeinsam haben: Mehr Räume. Für die Betreuung, für die Vereine, für ein Archiv und vieles mehr. Im Jahr 2014 hat die SPD Fraktion den Bau eines Dorfgemeinschaftshauses beantragt. Zusammen mit einem ähnlich gelagerten Antrag einer anderen Fraktion wurde darüber beraten. Zunächst dachten wir, wir als Gemeinde schaffen es allein, dafür ein Konzept zu entwickeln. Um nicht selbst Möglichkeiten zu verbauen, haben wir damals beschlossen, erstmal keine Einzelprojekte, wie z.B. eine Weiterentwicklung des Geländes um die Skaterbahn herum, voranzutreiben. Das wollten wir erst im Rahmen eines Gesamtkonzeptes tun. So gründeten wir frohgemut den „Arbeitskreis Dorfentwicklung“. Außer den wildesten Ideen ist dabei leider nicht viel herausgekommen. Immer wieder kamen wir an unsere Grenzen. Dann stellte sich heraus, dass ein professionell erarbeitetes Dorfentwicklungskonzept die Basis für die Förderung eines späteren Bauvorhabens durch die Aktiv Region sein würde. Also alles auf Anfang. Wir haben uns ein Planungsbüro als Partner gesucht und mittlerweile ist das Dorfentwicklungskonzept fertig.

Es dient als Grundlage für alle folgenden Maßnahmen.

Ergebnis waren 4 Schwerpunktthemen die wir in den kommenden Jahren nach und nach angehen werden.

Die höchste Priorität haben wir dem Schwerpunktthema ‚Lebendige Dorfmitte‘ gegeben. Das umfasst alle Gebäude des Gemeindezentrums sowie der Außenflächen, inkl. der Fläche auf der die Skaterbahn steht.

Mit diesem Thema geht es jetzt weiter. Nächster Schritt ist eine Machbarkeitsstudie. Dabei werden – in Zusammenarbeit mit allen Betroffenen (Schule, Schulverein, Gemeinde, Vereine, Kita und den Bürgern) die genauen Raumbedarfe ermittelt und der Zustand der Gebäude überprüft. Als Ergebnis der Machbarkeitsstudie werden am Ende verschiedene Varianten und deren geschätzte Kosten stehen. Umbau? Sanierung? Neubau? Anbau? All das wird geprüft. Auf dieser Basis wird die Gemeinde dann entscheiden, welche Variante es werden und was sie voraussichtlich kosten wird. Dann endlich sind wir soweit, dass wir mit guten Chancen auf Erfolg einen konkreten Förderantrag stellen können. Bei Fördersummen von 50% oder mehr Prozent, die möglich erscheinen, geht es dabei um sehr viel Geld. Geld, das es uns ermöglichen kann, unseren Traum endlich zu verwirklichen.

Wir als SPD Fraktion werden uns jedenfalls auch in Zukunft dafür einsetzen, dass dieser Traum kein Traum bleibt sondern verwirklicht wird  – und das so schnell wie möglich.

 

Baugebiet B10 – In Dörp

Der Planungsbeginn für das Baugebiet B10 – In Dörp lag noch in der vergangenen Legislaturperiode. Die SPD Fraktion hatte diesen Vorschlag eingebracht, um die Schulden der Gemeinde durch die Grundstücksverkäufe zu senken. Das hat geklappt.

Umgesetzt wurde es in den letzten Jahren und es ist schön geworden. Einen Wermutstropfen gab es allerdings. Die Gemeinde hätte sehr gern in einem der geplanten Mehrfamilienhäuser günstigen Wohnraum geschaffen. Kleinere Wohnungen mit günstiger Miete. Das wäre nur gegangen, wenn wir das Grundstück dafür zum Selbstkostenpreis verkauft hätten. Und das konnten wir uns leider nicht leisten. Zu angespannt war unser Haushalt.

Das heißt aber nicht, dass wir diesen Traum aufgegeben haben. Der Wunsch besteht noch immer, und wir wollen eine Möglichkeit finden in zu verwirklichen.

 

Gewerbegebiet an der A23

Schon seit einer halben Ewigkeit will die Gemeinde an der A23 ein Gewerbegebiet entstehen lassen. Nun hatte sich eine wichtige Konstellation verändert und so konnten wir im August 2014  endlich das erforderliche Schlüsselgrundstück erwerben. Jetzt konnte ernsthaft mit den Planungen begonnen werden. Viele, viele Hürden mußten genommen werden. Die verkehrliche Anbindung war ein besonders schwieriger Punkt. Und der Erwerb eines weiteren, großen Grundstücks erwies sich als viel vertrackter als angenommen. Ende 2015 waren die Verhandlungen, durch immer neue Forderungen, ziemlich festgefahren. Nachdem ich im November 2015 die Krankheitsvertretung unseres Bürgermeisters übernommen hatte und sich im Januar abzeichnete, dass die Erkrankung wesentlich langwieriger sein würde, als zunächst angenommen, bin ich in die Verhandlungen eingestiegen. Die Lage war verzwickt. Wir brauchten einen Plan und eine Alternative. Beides haben wir in der Gemeindevertretung  zusammen entwickelt und wir hatten Erfolg. Im Februar 2016 gelang uns der Durchbruch und wir konnten den Kauf erfolgreich abschließen. Soweit so gut. Aber nun kam der ganze ‚Kleinkram‘. Leitungsrechte für die Entwässerung mußten vereinbart werden, archäologische Ausgrabungen durchgeführt werden und immer wieder die Detailplanungen mit allen abgesprochen werden, die davon Betroffen sind. Gutachten wurden erstellt und vieles mehr.

Ende 2017 konnten wir endlich den Auslegungsbeschluß fassen. Der nächste Schritt wird jetzt der Satzungsbeschluß sein. Dann endlich können wir die Erschließung ausschreiben und loslegen.

Der genaue Zuschnitt und der Verkauf der Grundstücke wird der spannende nächste Schritt sein.  Interessenten gibt es viele.

 

Flüchtlinge in Borstel-Hohenraden

Im Jahr 2015 kamen viele, viele Flüchtlinge nach Deutschland – und auch Borstel-Hohenraden mußte Platz für die Unterbringung zur Verfügung stellen.

Container aufstellen oder ein Haus kaufen? Das war eine der Kernfragen damals. Wir haben uns für den Kauf eines Hauses entschieden, zunächst in der Quickborner Straße 13, später kam noch das Haus in der Dorfstraße 74 dazu. Weitere Wohnungen in Borstel-Hohenraden konnte das Amt Pinnau von Privatpersonen anmieten. Spontan gab es viel Hilfsbereitschaft von den Bürgern unserer Gemeinde. Viele haben sich in unterschiedlichster Form engagiert. Ob durch Sachspenden, persönliche Begleitung in vielen Lebenssituation, durch die Mitarbeit in der Fahrradwerkstatt, ehrenamtlich Sprachkurse und noch viel mehr. Das war und ist eine tolle Leistung. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ganz herzlich bei allen bedanken.

Übrigens: Die Entscheidung für Immobilien statt Container hat sich auch aus wirtschaftlicher Sicht im nachhinein als richtig erwiesen. Inzwischen kommen immer weniger Flüchtlinge, Wohnraum wird wieder abgemietet. Wer heute Container über hat und sie verkaufen möchte, bekommt dafür nur schlechte Preise. Zu viele werden angeboten. Immobilien aber sind in der Zeit im Wert gestiegen.

 

Sanierung der L76

Ein großes Thema war die Sanierung der L76. Ursprünglich geplant für Juni bis Oktober 2015, entwickelte sie sich zu einer Endlosbaustelle. Erst im Sommer 2016 wurden die Arbeiten fertiggestellt und die Straße konnte wieder voll genutzt werden. Bis dahin hatten wir mit vielen Verkehrsproblemen auf den Ausweichstrecken zu kämpfen.  Einen guten Nebeneffekt allerdings hatte das Ganze: Wir konnten günstig Material für den Wegebau bekommen und so wesentlich mehr Wege im Außenbereich sanieren, als sonst möglich gewesen wäre.

Und wir konnten eine wesentliche Verbesserung erreichen: Die Sanierung des Geh- und Radweges, der auch dem Land gehört, war ursprünglich nicht vorgesehen. Er sollte bleiben wie er war – und das war an vielen Stellen sehr schlecht. Durch Kontakte zu Landtagsabgeordneten konnten wir den Minister dazu bewegen sich ein eigenes Bild zu machen. Zusammen mit dem Minister wurde der Radweg bis nach Renzel in Augenschein genommen und tatsächlich hat er daraufhin entschieden, das dieser in großen Teilen mit saniert wird.

 

Anschaffungen

Auch einige größere Anschaffungen wurden in den letzten Jahren getätigt. Um hier nur einige zu nennen: Der Bauhof hat einen neuen Traktor bekommen, die Feuerwehr ein neues Mehrzweckfahrzeug, das von ihr in vielen, vielen Stunden in Eigenleistung  perfekt ausgebaut wurde. Viele Bürger haben diese Anschaffung und den Ausbau durch Spenden maßgeblich unterstützt. Die Umstellung der Feuerwehr auf Digitalfunk und die Umstellung der Schließanlage an allen gemeindlichen Gebäuden auf Transpondertechnik waren weitere Investitionen. Der Grandplatz wurde aufgearbeitet und eine erste Bushaltestelle versuchsweise mit Solarbeleuchtung ausgestattet. Die Beleuchtung funktioniert, und es werden jetzt nach und nach weitere Bushaltestellen folgen.

 

380KV Leitung

Im Jahr 2014 wurden im Ort viele neue Strommasten errichtet. Für die 380 KV Leitung. Zuerst erschienen sie einem mächtig groß, mittlerweile hat man sich an den Anblick gewöhnt und sie sind Teil des ganz normalen Ausblicks geworden.

 

Vectoringfähiges VDSL Netz 2014/2015

Im Jahr 2014 hat die Telekom uns überrascht. Zu einer Zeit, als wir als Gemeinde uns nach einem Partner für die Glasfaseranbindung der Haushalte in Borstel-Hohenraden bemühen wollten, stellte uns die Telekom vor vollendete Tatsachen.  Ohne uns auch nur zu informieren. Sie hat ein Vectoringfähiges VDSL Netz errichtet und so die Internetgeschwindigkeit für den Großteil der Haushalte erheblich verbessert. Das ist einerseits schön. Andererseits haben wir jetzt kaum noch eine Chance auf flächendeckende Glasfaseranbindung. Die meisten sind zufrieden. Und nur für die finanziell unattraktiven Außenbereiche mit langen Strecken und relativ wenigen Anliegern wird sich derzeit kein Partner finden der dort Glasfaserkabel verlegt.

 

Übertragung Niederschlagswassernetz

Zum 01.01.2015 haben wir unser Niederschlagswassernetz an den azv übertragen. Die gesamte Instandhaltung und Sanierung liegt damit jetzt in professionellen Händen. Durch Kamerabefahrungen wurde der Ist Zustand ermittelt und es liegt mittlerweile eine Einstufung der Schäden vor. Die Sanierung wird vom azv nach und nach erfolgen. Die Bereiche mit den erheblichsten Schäden kommen zuerst.

 

Vereine

2 altgediente Vereine haben sich in den vergangenen Jahren leider aufgelöst. Der Schützenverein und der DRK Ortsverein.

Neu gegründet hat sich die Landjungend Borstel-Hohenraden.

 

Feste

Und zu guter Letzt: Es wurde auch gefeiert. Das Puplic Viewing zur Fußball WM war ein voller Erfolg und das soll es auch in diesem Jahr wieder werden!

Der Ausbau der L76 gab uns Gelegenheit zu 2 Straßenfesten. Eins in Borstel und eins in Hohenraden. Auf beiden war die Stimmung prima.

Man kann also sehen: In den letzten 5 Jahren hat sich viel getan! Die SPD Fraktion war immer mit dabei, hat sich konstruktiv und mit vielen Ideen bei der Entwicklung der Vorhaben eingebracht und so viele Impulse gegeben um eine gute Entwicklung für unseren Ort zu erreichen. Das möchten wir auch in Zukunft gern für sie tun. Gern möchten wir unsere Wissen und unsere Kompetenzen für die Weiterentwicklung unserer Gemeinde einbringen.

 

Für gegenseitige Wertschätzung und  ein gutes, soziales Miteinander. Für eine attraktive Gemeinde mit vielen und vielfältigen Angeboten.

Hierfür bitten wir um Ihre Unterstützung. Bitte geben sie uns bei der Kommunalwahl ihre Stimmen.